Programm

Short Term 12 – Stille Helden

Mo 13.11. um 18.30 mit anschließender Podiumsdiskussion

Regie: Destin Daniel Cretton, USA, 2013, 96 Minuten, deutsche Fassung
ÖSTERREICHPREMIERE!
Alter: Freigegeben ab 12, empfohlen ab der 8. Schulstufe


Bild: Short Term Holdings, LLC, 2013

„Short Term 12“ heißt das Wohnheim für Jugendliche mit psychischen Problemen irgendwo in den USA. Grace ist selber erst Mitte 20 und arbeitet als Betreuerin in der WG. Sie ist einfühlsam aber auch streng, sie versteht Spaß und vor allem weiß sie ganz genau, was ihre Schützlinge durchmachen. Grace gibt alles, damit sich das Schicksal der Teenager zum Besseren wendet. Manchmal vergisst sie dabei aber auch auf sich. Als die 15-jährige Jayden neu aufgenommen wird, gelingt es Grace, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Doch als Jayden ihr ihre Geschichte offenbart, wird Grace an die dunklen Zeiten ihrer eigenen Kindheit erinnert.

Dieser Film zeigt eines ganz wunderbar: Dass auch aus Jugendlichen, in deren Kindheit einiges schief lief, Erwachsene werden können, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen!

 

Der stärkste Mann von Holland

Di 14.11. um 9.00 Uhr plus anschließend ca. 20 min Nachbesprechung mit der Kinderjury und der Kija

Regie: Mark de Cloe, NL, 2010, 80 Minuten, OF niederländisch, deutsch eingesprochen
Live: Mit Ulrike & Peter Arp als SprecherInnen
Alter. Freigegeben ab 6, empfohlen ab der 2. Schulstufe


Bild: NL Film

Eigentlich ist Luuk ganz glücklich. Er wohnt gemeinsam mit seiner Mutter, mit der er sich super versteht, in einem gemütlichen Reihenhaus. Nur in der Schule wird er manchmal gepflanzt, weil er der Kleinste ist und auch noch rote Haare hat. Dabei war sein Vater doch der stärkste Mann der Niederlanden – behauptet seine Mutter jedenfalls. Als ein Wettbewerb um den Titel des stärksten Mannes der Niederlanden in die Kleinstadt kommt, beschließt Luuk dort seinen Vater zu finden.

Die NiederländerInnen sind die Meister des Kinderfilms! Mit „De sterste Man van Nederland“ ist ihnen ein warmherziger Film gelungen über Schwächen und Stärken und die Sehnsucht danach, seine Wurzeln zu kennen.

 

Rara

Di 14.11. um 11.00 Uhr plus anschließend ca. 20 min Nachbesprechung mit der Kinderjury und der Kija

Regie: Pepa San Martin, ARG/CHL, 2015, 93 Minuten, OmU
Alter: Feigegeben ab 6, empfohlen ab der 6. Schulstufe


Bild: Cineglobal

Seit der Scheidung der Eltern leben die 13-Jährige Sara und ihre kleine Schwester bei der Mutter und deren neuen Lebensgefährtin. Für die Kinder ist die Beziehung der beiden Frauen kein Problem, im Gegenteil. Aber wie in jeder anderen Familie auch gibt es manchmal Reibereien. Saras Vater aber beäugt die neue Familie argwöhnisch. Wenn die pubertierende Sara manchmal genervt von Streit zu Hause erzählt, wird das sofort auf die Goldwaage gelegt. Als es schließlich zu einem Sorgerechtsstreit vor Gericht kommt, fühlt sich Sara mitschuldig. Hat sie die Mutter verraten?

Die Trennung der Eltern beschäftigt viele Kinder. Beruhend auf einer wahren Begebenheit  zeigt der Film auf, wie Kinder im Rosenkrieg der Eltern allzu leicht in einen Loyalitätskonflikt gedrängt werden.

 

Mein Leben als Zucchini

Mi 15.11. um 9.00 Uhr plus anschließend ca. 20 min Nachbesprechung mit der Kinderjury und der Kija

Regie: Claude Berras, CH/F, 2016, 66 Minuten, deutsche Fassung
Alter: Freigegeben ab 0 Jahren, empfohlen ab der 3. Schulstufe


Bild: Thimfilm

Nach dem Tod seiner alkoholkranken Mutter kommt der neunjährige Bub Zucchini in ein Waisenhaus, wo er lernen muss, mit der neuen Situation zurechtzukommen. Das ist nicht immer leicht, besonders am Anfang. Aber die anderen Kinder – Simon, Ahmed, Jujube, Alice und Beatrice – kommen aus ähnlich zerrütteten Familien und so wachsen die Kinder zu dicken Freunden zusammen. Als ein neues Mädchen in die WG einzieht, fühlt Zucchini sich sofort zu ihr hingezogen. Doch Camilles geldgierige Tante versucht das Sorgerecht für das Mädchen zu bekommen. Aber die Rechnung hat sie ohne die vifen Kinder gemacht.

„Dieser Film bricht einem das Herz. Und flickt es wieder.“ Der Spiegel

 

Die beste aller Welten

Mi, 15.11. um 11.00 Uhr plus anschließender Nachbesprechung mit dem Regisseur ADRIAN GOIGINGER

Regie: Adrian Goiginger, A/D 2017, 103 Minuten, OF deutsch
Alter: Freigegeben ab 14 Jahren, empfohlen ab der 10. Schulstufe


Bild: Polyfilm

Adrians Mutter Helga ist heroinabhängig. Für Adrian, spielt das eigentlich keine Rolle, denn seine Mutter und er sind ein untrennbares Team. Die dunkle Welt der Drogen versucht sie von ihm fernzuhalten oder auf ihre eigene Art zu erklären. Sie erzählt ihm aufregende Geschichten von Dämonen und Untoten gegen die sie gemeinsam kämpfen müssen. Die meiste Zeit über scheint das ganz gut zu gelingen und Adrian erlebt viel Aufregendes mit seiner Mutter und ihren Freunden, die nicht so langweilig und streng sind wie andere Erwachsene. Doch dann schafft es Helga immer weniger, ihren Sohn vor den Gefahren, die ihre Sucht mitbringt, zu schützen.

Selten hat ein Salzburger Film international für so viel Aufsehen gesorgt – es ist das Kinoereignis 2017!

 

Draußen ist Sommer

Mi 15.11. um 18.00 Uhr    Get-together nach dem Film

Regie: Friederike Jehn, D/CH, 2012, 91 Minuten, deutsch
Alter: Freigegeben ab 12 Jahren, empfohlen aber der 8. Schulstufe


Bild: Zum Goldenen Lamm Filmprodukton

Die 14-jährige Wanda und ihre Familie ziehen in die Schweiz. Für die Familie soll es ein Neuanfang werden, für die Eltern eine zweite Chance. Das große Haus mit dem verwilderten Garten scheint für die drei Geschwister wie ein großes Versprechen. Doch der Neuanfang fällt allen schwer. In der Schule findet sich Wanda schlecht ein und ihr kleiner Bruder wird immer stiller und hört schließlich auf zu essen. Als die Eltern nicht reagieren, beschließt Wanda, den Konflikt auf ihre Art zu lösen.

Ein Film über Trennung, die Pubertät und darüber, wie Kinder auch in dieser schwierigen Zeit über sich hinauswachsen können! Wunderbar einfühlsam und sehr realistisch.

 

Verstehen Sie die Béliers?

Do 16.11. um 9.00 Uhr plus anschließend ca. 20 min Nachbesprechung mit der Kija

Regie: Éric Lartigau, F, 2014, 106 Minuten, deutsche Fassung
Alter: Freigegeben ab 0, empfohlen ab der 7. Schulstufe


Bild: Filmladen

Die Familie Bélier betreibt einen Bauernhof irgendwo in der französischen Provinz. Auf den ersten Blick merkt man gar nicht, dass Mutter, Vater und Sohn ein kleines Handicap haben: Die drei sind gehörlos. Weil Tochter Paula hören, sprechen UND die Gebärdensprache kann, ist sie die Verbindung der Familie zur Außenwelt – ganz klar! Dafür muss sie auch manchmal ihre eigenen Interessen zurückstecken. Als sie aber völlig unerwartet ihre Leidenschaft für Gesang entdeckt und sich auch noch in den verwegenen neuen Mitschüler verliebt, lässt sich alles nicht mehr unter einen Hut bringen. Paula möchte ihren eigenen Weg gehen, doch muss sie dafür die Familie im Stich lassen?

Ein feel-good Film über das Anderssein, Abnabelung und die ersten Schritte ins Erwachsensein.